Verhandlungen über Gas aus Aserbaidschan in Sicht

 

 

Bewegung hinsichtlich der Verhandlungen über Gaslieferungen aus Aserbaidschan für die geplante Nabucco-Pipeline hat beim Besuch von Wirtschaftsminister Mitterlehner und Außenminister Spindelegger in Baku gegeben.

Reinhold Mitterlehner gab bekannt,  dass die staatliche Ölgesellschaft in Verhandlungen eintreten könne. Dies habe ihm Präsident Ilham Alijew informell bei einem Treffen am 23. Juni mitgeteilt. Die OMV ist im Nabucco-Konsortium federführend.

Die Konsortialpartner stießen bislang auf Schwierigkeiten, sich Lieferverträge zu sichern. Diese sind allerdings für Finanzierungszusagen wichtig. Aserbaidschan wiederum zögerte offenbar bei den Verträgen mangels Vertrauen, dass der Bau der Pipeline eine abgemachte Sache ist.
Mitterlehner berichtete aus dem Gespräch mit Alijew, der Staatschef sei nunmehr optimistisch, dass die EU das Nabucco-Konsortium bei seinem Vorgehen unterstützt. Der Wirtschaftsminister sprach von einem „entscheidenden Schritt“, die politische Unterstützung sei „maßgeblich, wie es weitergeht“.

Mitterlehner ist der Meinung, dass die Verhandlungen bereits über den Sommer konkrete Formen annehmen werden. Die Lieferverträge sollen bis Ende 2010 abgeschlossen sein, mit dem Baubeginn soll laut Reinhard Mitschek, dem Geschäftsführer der Nabucco Gas Pipeline International GmbH., Ende 2011 begonnen werden. Zur geplanten Fertigstellung sagte Mitschek: „Das wird 2014 fertig.“