EU sichert sich Gas aus Aserbaidschan

 

 

Die Europäische Union will künftig Erdgas aus Aserbaidschan beziehen, um die Abhängigkeit von Russland als Energielieferant zu verringern. Eine entsprechende Absichtserklärung über die langfristige Lieferung „von substanziellen Gasvolumen“ unterzeichneten am 13. Januar 2011 in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew.  

 

„Dieses Abkommen stärkt Europas direkten Zugang zu Erdgas aus dem Kaspischen Becken", erklärte J.M. Barroso, der am Mittwoch zu einem offiziellen Besuch in Baku eingetroffen ist. EU-Energiekommissar Günther Oettinger wies auf steigende Gasimporte in den kommenden Jahrzehnten hin: „Vor diesem Hintergrund brauchen wir neue Lieferländer". 

 

Aserbaidschan verpflichtet sich langfristig zur Lieferung „beträchtlicher Mengen“ von Erdgas über den sogenannten Südlichen Korridor, der an Russland vorbeiführt und unter anderem für den die Pipeline Nabucco geplant ist. Die Kaukasus-Republik könnte damit von 2015 an für die Grundauslastung der geplanten Pipeline sorgen, die von der Türkei über den Balkan bis zu einem Verteilerpunkt nahe Wien führen soll.

 

Über welche Pipeline einmal Erdgas aus Aserbaidschan nach Europa strömen soll, ist laut Erklärung allerdings noch offen. Auch andere Pipeline-Projekte werben um das Gas vom Kaspischen Meer. Aserbaidschan beliefert die EU bereits mit Erdöl. 

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