Weltforum für Interkulturellen Dialog

 

 

Das in Baku von 07. bis 09. April stattfindende Weltforum zum interkulturellen Dialog ist eine aserbaidschanische Initiative, die von der Allianz für Zivilisationen der Vereinten Nationen, der UNESCO, dem Europarat, dem Nord-Süd-Zentrum Europarats und der ISESCO unterstützt wird. Zielsetzung des Forums ist es, die Grenzen des interkulturellen Dialogs auszuweiten, die Modelle eines Ausgleichs kultureller Divergenzen zu betrachten und einen Meinungsaustausch zu den Problemen von Assimilation und Multikulturalismus zu führen. 

 

Der aserbaidschanische Staatschef Ilham Alijew stellte in seiner Eröffnungsrede fest, dass Baku sowohl aus geographischen und historischen als auch aus kulturellen Gründen zum Zentrum für die Durchführung des interkulturellen Dialogs geworden sei. „Seit Jahrhunderten haben in unserem Land verschiedene Religionen und Völker in einer friedlichen Koexistenz zusammengelebt. Es hat auf nationalen und religiösen Grundlagen weder eine Konfrontation noch Missverständnisse gegeben. Wir sind sehr froh, dass diese Werte auch im unabhängigen Aserbaidschan steigende positive Tendenzen haben. Vertreter aller Völker in Aserbaidschan sind gleichberechtigte Bürger, alle historischen und religiösen Denkmäler werden vom Staat geschützt.“ Präsident Alijew betonte, dass die Stärke eines Landes in seiner religiösen und kulturellen Vielfalt liege. Dafür müssen aber traditioneller Hintergrund und eine weise Staatspolitik existent sein. Beide Voraussetzungen seien in Aserbaidschan vorhanden. 

 

Neben Vetretern der UNESCO, der UN-Allianz der Zivilisationen, dem Europarat, dem Nord-Süd Zentrum des Europarats und dem TV-Sender Euronews nehmen am Weltforum berühmte internationale Persönlichkeiten und Regierungsbeamte, aber auch Vertreter nicht-stattlicher Organisationen, Journalisten, Kultur- und Mediaexperten teil. Es wurde mehrmals hervorgehoben, dass Aserbaischan, als ein Vermittler zwischen islamischer und europäischer Zivilisation, geradezu prädestiniert sei, Brücken zwischen unterschiedlichen Welten zu schlagen. Das Stattfinden des Weltforums für interkulturellen Dialog in Baku beweise folglich, dass nicht nur wirtschaftliche Aspekte für das Land prioritär sind. 

 

Im Rahmen des dreitägigen Forums werden konzeptionelle, administrative, politische und praktische Aspekte des interkulturellen Dialogs bearbeitet. Die Teilnehmer setzen sich mit den Gründen der Hindernisse des interkulturellen Dialogs auseinander und versuchen festzustellen, wie dieser Dialog besser funktionieren kann. Sie sind sich einig, dass die Initiativen dieser Art unbedingt auch in der Zukunft vorgenommen werden sollten.

(c) Trend Nachrichtenagentur