Verhandlungen über Berg-Karabach



Die Präsidenten von Russland, Aserbaidschan und Armenien, Dmitri Medwedew, Ilham Alijew und Sersch Sargsjan, beraten am Montag, den 25. Januar 2010 im russischen Sotschi über die Lösung des Bergkarabach-Konfliktes.

Auslöser für den Grenzkonflikt war das Jahr 1988, als die vorwiegend von Armeniern bewohnte Region Bergkarabach ihren Austritt aus der damaligen Sowjetrepublik Aserbaidschan (Aserbaidschanische SSR) angekündigt hatte.

1991 verkündete Bergkarabach die Gründung der Republik, was Kampfhandlungen zwischen den armenischen und den aserbaidschanischen Kräften zur Folge hatte. Am 12. Mai 1994 trat letztendlich ein Waffenstillstandsabkommen in Kraft.
Aserbaidschan hat infolge der bewaffneten Auseinandersetzungen die Kontrolle über Bergkarabach und sieben umliegende Rayons (Stadtbezirke) verloren. Seit 1992 werden Verhandlungen über die friedliche Beilegung des Konfliktes im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe geführt, in der die USA, Russland und Frankreich vertreten sind.

Die prinzipielle Position Russlands zur Bergkarabach-Regelung läuft darauf hinaus, den Konfliktteilnehmern keine starren Regeln aufzuzwingen und eine definitive Entscheidung den Aserbaidschanern und den Armeniern selbst zu überlassen. Aserbaidschan will seine territoriale Integrität beibehalten, während Armenien die Interessen von Bergkarabach vertritt, weil es völkerrechtlich nicht anerkannt ist.

Die friendliche Beilegung des Konfliktes soll auf der Grundlage des Madrider Abkommens von 2007 erfolgen, wonach der Status Bergkarabachs durch eine Volksabstimmung bestimmt werden soll. Zudem sieht dieses Abkommen Sicherheitsgarantieren und einen Abzug der armenischen Truppen vor.