Aserbaidschan und Russland unterzeichnen Grenzvertrag

 

Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew und sein russischer Amtskollege Dmitri Medwedew haben am 3. September erstmals seit dem Zerfall der Sowjetunion die Grenzen zwischen ihren beiden Ländern festgelegt.

 

Außerdem haben die Staatsoberhäupter Russlands und Aserbaidschans Kooperationsverträge im Energie- und Militärbereich abgeschlossen. Sie unterzeichneten Regierungsabkommen über die rationelle Nutzung und Abgrenzung der Ressourcen des Grenzflusses Samur.

 

Der offizielle Besuch Medwedews in Aserbaidschan wird von neuerlichen blutigen Zusammenstößen in der Unruheregion Berg-Karabach überschattet. Am Dienstag kamen fünf Menschen in dem Gebiet ums Leben. Russland strebt eine Beilegung des Karabach-Konflikts nicht nur als Vermittler an. "Dabei verfolgt Moskau auch eigene Interessen", erklärte Medwedew. "Wir werden unsere Vermittlermission auch weiterhin gebührend erfüllen“. Vermittlungsanstrengungen hätten keinen Sinn, wenn der Vermittler selbst nicht an einer Regelung interessiert sei. Bei der Lösung des Karabach-Problems sei sich Russland seiner Verantwortung als einer großen regionalen Macht bewusst, so der russische Präsident. Er erinnerte daran, dass unter seiner unmittelbaren Mitwirkung bereits mehrere Treffen zwischen den Präsidenten Armeniens und Aserbaidschans veranstaltet wurden.

 

Auf der Tagesordnung der Gespräche in Baku standen auch internationale Probleme, darunter die Situation im benachbarten Iran.